Long bright river

Liz Moore

Zusammen mit Mickey fahren wir Leser und Leserinnen im Streifenwagen durch Kensington, das Viertel in Philadelphia, in dem – auch in der Realität – eine offene Drogenszene herrscht. Wir sind mit ihr auf der Suche nach Kacey, die anschaffen geht und immer wieder an der Nadel hängt. Wir ängstigen uns mit der Polizistin um deren Schwester, als mehrere Prostituierte umgebracht werden. Wir verdächtigen mit ihr zuerst den einen dann den anderen Drogenabhängigen, Polizisten oder Freund. Und wir bangen mit ihr um ihren kleinen Sohn, der ausser ihr niemand zu haben scheint, an den er sich anlehnen kann und der seltsam bedroht scheint. Wir sehen alles aus ihrer Perspektive.
Wir erleben mit, wie der Zusammenhalt in der Familie der beiden Schwestern und in Kensingtons Gesellschaft auseinanderbricht und Freundschaften zerbrechen und fühlen uns durch Mickeys Machtlosigkeit verunsichert. Die Drogensucht ist in allem zerstörerisch und sie ist vererbbar. Das wird an der Familie kenntlich gemacht. Doch dann erleben wir mit, wie sich Dinge dennoch verändern können. Nein, nein, nicht ein kitschiges Happy-End erwartet den Leser oder die Leserin. Aber eine Wende, eine gute.
Für mich ist dieser Roman eher ein grossartiges Gesellschaftsporträt als ein Kriminalroman. Dank des kriminalistischen Stranges bleibt der Gesellschaftsroman aber immer spannend. Einfach lesen, bitte!

Beatrix Stuber

C.H. Beck, 413 S., gebunden
ISBN 978-3-406-74884-4

CHF 34.90

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