Der Wintersoldat

Daniel Mason

Was für ein Leseerlebnis! Schon lange ist mir das nicht mehr geschehen: Ich habe alles um mich vergessen, bin in das Geschehen eingetaucht und wollte einfach nicht mehr aufhören mit Lesen. Als arbeitstätiger Mensch – der gerne zwischendurch mal schläft – ist das allerdings schlecht möglich, so habe ich jede Minute gestohlen, um weiterzulesen. Die Geschichte spielt im Ersten Weltkrieg in den Karpaten. Lucius, der Medizinstudent aus sehr gutem Haus, muss sich als unerfahrener Arzt und Mensch im Krieg, bei unerträglicher Kälte und unhaltbaren Zuständen irgendwie zurechtfinden. Die zupackende Margarete hilft ihm, die brutalen Operationen an den Soldaten durchzuführen. Der Leser bzw. die Leserin sitzt zwar an der Wärme und in Sicherheit, wird aber mit drastischen Bildern des Krieges und der Verletzungen, die er mit sich bringt, konfrontiert. Das ist nicht leicht zu nehmen, löst aber starke Emotionen aus. Noch intensiver ist die Verknüpfung einer Liebesgeschichte mit der Schuldverstrickung, in die Lucius gerät. Das Ende ist von so zarter Erlösung, dass die Tränen fliessen.
Dieses Buch ist linear erzählt, es weist weder formale noch sprachliche Experimente auf, sondern erinnert uns an all die schönen, gut geschriebenen klassischen Werke, die von den Wirren des Krieges und der Liebe handeln.

Beatrix Stuber

C.H. Beck, 430 S., gebunden
ISBN 978-3406-73961-3

CHF 34.90

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